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Der Goldschatz von Hiddensee

Als Karsten Striesow an einem kalten Dezembertag des Jahres 1872 mit der Fähre nach Hiddensee übersetzte, um seine alte Mutter in ihrem Haus in Neuendorf zu besuchen, ahnte er noch nicht im Geringsten, was er wenig später dort vorfinden würde. Auf der Fensterbank zwischen einigen Hühnergöttern und ein paar großen Bernsteinbrocken lag nämlich ein seltsam schimmerndes Stück Metall, welches Karsten total verblüfft als pures Gold identifizierte! Auf die Frage hin, wo um Himmels Willen seine Mutter denn dieses Schmuckstück gefunden hätte, antwortete diese seelenruhig, dass sie es vor ein paar Wochen nach der großen Sturmflut am Strand gefunden hätte…

Der unscheinbare Fund löste eine ganz Kette von Ereignissen aus, die auf mehrere Jahre hin ganz Stralsund und Umgebung in Aufregung versetzte. Die Sage nach dem legendären Goldschatz der Wikinger war plötzlich wieder in aller Munde…

 

Im Laufe der nächsten Monate tauchten nämlich weitere Schmuckstücke auf. Genaue Untersuchungen ergaben, dass diese um das Jahr 970 / 980 von Goldschmieden auf Jütland hergestellt worden waren. Der schmale Halsring wurde wahrscheinlich von einer Frau oder einem Kind getragen. Die Scheibenfibel lässt als Besitzerin eine reiche Wikingerin vermuten.

 

 

Der dänische König Harald Blauzahn, geboren um 910 in Dänemark, gestorben am 1. November 987 in Jomsburg (heute: Wollin/Polen) wird stark mit dem Goldschatz in Verbindung gebracht. Harald ließ sich um 960 taufen und machte die Dänen damit zu einem christlichen Volk. Bereits vorher hatte er die Bistümer Aarhus, Ripen und Schleswig eingerichtet. Das führte zu Konflikten mit seinem Sohn Sven I. Gabelbart, der sich weiterhin als ein Wikinger sah. Eine auf der Ostsee geführte Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn endete ohne Entscheidung. Nach dem Landgang traf ein Pfeil aus dem Hinterhalt den König, der am Allerheiligen 987 in Jomsburg starb. Sein Sohn trat als König von Dänemark die Nachfolge an. Haralds Leichnam wurde nach Roskilde in die von ihm erbaute Kirche überführt.

 

Der Namenszusatz "Blauzahn" kann auf die altnordische Farbbezeichnung "blá", die für Blau und Schwarz steht, zurückgeführt werden. Einige Historiker vermuten, dass er die ursprüngliche Bedeutung von Blåtand "dunkler Than" (Than = Häuptling, vgl. engl. thane und chieftain) hatte. Andere gehen von einer Deutung von "blá" im Sinne von groß, also Großzahn aus.

 

 

Abb.: Sven I.Gabelbart, König von Dänemark und England bei der Totenweihe für seinen Vater(König Harald Blauzahn), zu dessen Sturz er beigetragen hatte.

 

Doch gab der Wikingerkönig den Goldschmuck direkt in Auftrag oder wurde der Schmuck während der Kriege, die Blauzahn führte, vielleicht doch erbeutet? Das verliert sich leider im Dunkel der Geschichte. Die Legende vom Schatz der Wikinger schien aber wirklich wahr zu sein. Rudolf Baier, dem Gründer des Provinzial-Museums für Neuvorpommern und Rügen in Stralsund (heute das Kulturhistorische Museum) gelang es schließlich, im Laufe der Jahre nach und nach alle Teile des Wikingerschatzes aufzukaufen.

Doch der Goldschatz blieb nicht für lange im Besitz des Stralsunder Museums. Seine weitere Geschichte ist mehr als wechselvoll und spannend. So gelangte der Goldschmuck Ende des 2. Weltkrieges irgendwie nach Stettin, wurde dann heimlich vergraben, fiel aber dennoch in die Hände der Russen und wurde schließlich von ihnen an das Stralsunder Museum zurückgegeben.

Doch eine äußerst spannende Geschichte um den Schatz der Wikinger wird gerne totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt. Sie taucht nirgendwo in den Geschichtsbüchern auf und ist nur ganz wenigen Eingeweihten überhaupt bekannt. Im Jahr 1875 verschwanden nämlich Teile des Wikingerschatzes spurlos, bevor sie überhaupt im Museum ankamen.

Wer dahinter steckte? Es waren zwei Stralsunder Ganoven, die das große Geld witterten und zur Höchstform aufliefen. Wie ihnen dieses unglaubliche Husarenstück gelang, könnt ihr selbst nachspielen bei Stralsunds erstem Wherigo: Der Schatz der Wikinger

Der Cache ist als Weihnachtsüberraschung für die Stralsunder Cachegemeinde gedacht. Aber natürlich sind auch alle anderen Cacher herzlich willkommen. Zwei entfernte Nachfahren der Wikinger haben sich mächtig ins Zeug gelegt und wollen euch mit diesem Cache reich bescheren und wünschen euch viel Spaß!

 

 

 

Kommentare  

#5 Geesche ZapfGeesche Zapf 2013-01-20 20:33
Der Schmuck wurde im Moorland des südlichen Teils der Insel von seinem Besitzer in einer Urne beerdigt, später von einem Fischer beim Torf stechen als ganzes gefunden, dann zum Teil in Stralsund verkauft und zum Teil nach / während der Sturmflut vom 10.02.1874 kurz nach Maria Lichtmess im Tausch gegen eine Schiffsladung Handels- und Nahrungsgüter an den damaligen polnischen Kapitän des Schoners Carla übergeben, der diesen im Auftrag der göttlichen Fügung nach Polen verbrachte. Dort in Polen ist wird fehlende Teil des Goldschmuckes heute noch aufbewahrt. Seine derzeitigen Hüter wissen sehr wohl um das Geheimnis der Wiederkehr und bewahren den Schmuck im Auftrag des Herrn und Gottes, der nun nach tausend Jahren wieder kehrt, aus dem was er hier hinterlassen hat erneut zu schöpfen um es zu bewahren. Die Goldkügelchen wurden durch eine spezielle Technik der Galvanisation auf dem Schmuck modelliert, wozu das Gold des Meeres, der Ostsee nützlich war. Hiddensee heißt "Verborgener Durchgang"
#4 RE: Der Goldschatz von HiddenseeDieterGB23 2010-12-28 21:45
Leider haben wir das falsche GPS-Gerät für diesen Cache. Schade, daß es nicht funktioniert.

Wir würden uns freuen, wenn wir uns jemandem anschließen könnten, um uns von den technischen Möglichkeiten zu informieren und natürlich auch, um das Rätsel zu lösen.
#3 RE: Der Goldschatz von HiddenseeVirtualboy 2010-12-22 23:47
:lol: :lol: :lol: FTF :lol: :lol: :lol:
#2 Thomas&DaniFreu Freu 2010-12-16 12:11
:lol: :lol: Freu Freu :lol: :lol:
und wir sind über Weihnachten in der schönen Heimat.
Grüße aus Stuttgart
der Exil Stralsunder
#1 RE: Der Goldschatz von HiddenseeVirtualboy 2010-12-15 11:25
Na da bin ich ja schon mal gespannt.
Allen Lesern frohe Festtage!

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